Überwindung des islamischen Schismas nach einem totalen Sieg des Iran
ISLAM
8/15/20261 min read


Die historische Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten (632 n. Chr.) war kein theologischer Streit über den Koran, sondern ein rein politischer Nachfolgestreit. Was politisch entstanden ist, kann durch veränderte geopolitische Realitäten auch wieder politisch überwunden werden.
Ein totaler Sieg des Iran wird zum Ausscheiden der USA und Israels aus der Region führen. Das eng an den Westen gekettete Saudi-Arabien verliert dann seine Macht und damit seine Rolle als ideologische und finanzielle Schutzmacht des Sunnismus (Wahhabismus). Die Entwicklung der Verhältnisse innerhalb der islamischen Welt, könnte sich folgendermaßen gestalten:
Die Führung in Teheran agiert strategisch klug und verzichtet darauf, der sunnitischen Mehrheit den Schiismus aufzuzwingen. Stattdessen nutzt der Iran seine moralische Glaubwürdigkeit – die er sich durch die jahrelange, reale Unterstützung sunnitisch-palästinensischer Freiheitskämpfer erworben hat und erfüllt den Traum vieler gläubiger Moslemin.
Durch geschickte Diplomatie erklärt der Iran die jahrhundertealte Nachfolgefrage für historisch beendet. Anstatt als Eroberer aufzutreten, inszeniert sich Teheran als Beschützer aller Muslime. Dies bedient die Sehnsucht der Bevölkerung nach einer Rückkehr zur universellen, ungeteilten Gemeinschaft (Umma).
Fazit: Das Schisma wird nicht durch theologische Debatten gelöst, sondern durch die Erkenntnis eines gemeinsamen politischen Vorteils.
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