Klare Sicht auf den Iran
IRAN
2/23/20262 min read


In der amerikanischen Besatzungszone, auch als Bundesrepublik Deutschland bekannt geworden, hat die mediale Berichterstattung zwangsläufig den Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika zu dienen.
Wir haben es demzufolge nicht nur hinsichtlich der deutschen Vergangenheit mit einer gigantischen Geschichtsverfälschung zu tun, sondern auch mit verzerrten Darstellungen derjenigen Länder, die sich den Interessen der USA und deren Verbündeten, insbesondere Israels widersetzen. So nimmt es nicht Wunder, dass man uns die islamische Republik Iran als verachtungswürdiges Zerrbild serviert.
Tatsächlich ist die die gesellschaftliche Struktur der Islamischen Republik ein Gegenentwurf zur parlamentarischen Demokratie und der damit untrennbar verbundenen Verschleißwirtschaft. Im Bezug auf die Verhältnisse im Iran weiß ich, wovon ich rede, obwohl ich seit dem Sturz des Schah-Regimes nicht mehr im Iran war. Aber ich habe Persien zu der Zeit erlebt, als Soraja und später Farah Diba als Kaiserinnen gefeiert wurden.
In Nürnberg hatte ich schon als Siebzehnjähriger Bekanntschaft mit persischen Studenten gemacht und Freundschaft geschlossen und begann damals schon die persische Sprache zu erlernen. Das war von Nutzen, als ich in den fünfziger Jahren in Teheran war. Die Perser erlebte ich grundsätzlich sehr deutschfreundlich. Es ist nicht übertrieben, wenn ich von einer tiefgehenden Völkerfreundschaft rede. Damals war ich, trotz der nicht übersehbaren Armut der nicht privilegierten Bevölkerungsschichten, vom Leben im persischen Kaiserreich beindruckt. Heute in der Rückschau aus der Ferne, sehe ich die Sache ganz anders.
Meine damaligen persischen Freunde gehörten der privilegierten Bevölkerungsschicht an. Die jungen Leute in Teheran flanierten, westlich elegant gekleidet, in den Prachtstraßen Teherans, während die Leute abseits davon in den Außenbezirken und auf dem Lande buchstäblich in den jämmerlichsten Lumpen herumliefen.
Dieses krasse Missverhältnis erschien mir damals als unvermeidlich. Es gab eben unterentwickelte Länder. Ich war damals noch zu jung und politisch kaum gebildet, um die Situation richtig verstehen zu können. Persien war damals in Zeit der Schah-Regierung ein extrem unterentwickeltes Land. Nie hätte ich mir vorstellen können, dass man im Iran in der Lage sein könnte, ein Auto oder gar ein Flugzeug zu bauen. Nicht, dass ich die Perser für unfähig gehalten hätte, nein so meine ich das nicht, aber die staatlichen Instanzen hätten diesen Fortschritt nicht zuwege bringen können.
Und was sehen wir heute? Angesichts der unübersehbaren technisch fortschrittlichen Entwicklung im Iran, reiben wir uns die Augen und staunen. Dazu sehen wir ein wirklich souveränes Land, in dem niemand hungert und niemand in Lumpen gekleidet ist.
Die islamische Republik hat sich nach dem Sturz der Schah-Herrschaft, trotz der von den USA verhängten, einschneidenden Wirtschaftssanktionen, trotz des irakischen Überfalls zu einem mächtigen Superstaat entwickelt. Wie war das möglich? Ich will es Euch sagen: Gerade die Sanktionen, das völlige Abtrennen vom westlich dominierten, global wirkenden Wirtschaftsgefüge hat diesen grandiosen Aufstieg zur Wirtschaft und Militärmacht bewirkt. Losgelöst von ausländischer Einwirkung waren die Iraner gezwungen, ihre Gesellschaft aus sich selbst heraus zu entwickeln, was sie nie getan hätten, wenn sie im Wirtschaftsverbund mit dem Westen verblieben wären.
Aus meiner heutigen Sicht erblicke ich in dem vom iranischen Volk gewählten Weg einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zum westlich-kapitalistischen System - eine Möglichkeit, natürlich auch ohne religiöse Einflussnahme, aber unbedingt ohne amerikanische Bevormundung, aus eigener Kraft die Zukunft zu meistern.
Solange sich das deutsche Volk in der Unfreiheit wohlfühlt und nicht an den Ketten rüttelt und deshalb auch das Klirren der Ketten nicht hört, wird sich nichts ändern.
Wer mir etwas dazu schreiben will, gerne unter:
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