Ein AJA - Arbeitskreis junger AnalystenBlogbeitrag
UMERZIEHUNG
5/22/20266 min read


Der AJA ist ein Arbeitskreis junger unabhängiger Analysten. Die aktiven Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaft fühlen sich der historischen Wahrheit verpflichtet. Mit anderen Worten, es geht darum, den Konsens des interessenbestimmten Geschichtsbildes sachlich korrekt zu überprüfen und wo es nötig ist, zu korrigieren.
Um dabei völlig frei von der Einwirkung diverser politischer Interessen zu bleiben, verzichten sie auf jede Art von Sponsoring. Nur so können sie den selbst gewählten Auftrag objektiv und wirklichkeitsgerecht erfüllen.
Weil die wirklichkeitsgetreue historische Forschung in weiten Bereichen nicht mit der vorherrschenden interessengebundenen Sichtweise auf historische Fakten übereinstimmt, müssen die Aktivisten des AJA anonym bleiben, wenn sie dem Zorn der wehrhaften Demokratie entgehen wollen.
Ein wichtiger Teilbereich des Forschungsprogramms des Arbeitskreises junger Analysten ist eine ungeschminkte, sachlich richtige Betrachtung des amerikanischen Programmes zur Umerziehung des deutschen Volkes. Des Weiteren haben sie sich die Rehabilitierung vom Zeitgeist beschmutzter Persönlichkeiten zum Ziel gesetzt.
Wenn man den international erreichten Konsens hinsichtlich des Blickes auf die Geschichte des deutschen Volkes betrachtet, wird man einen krassen Unterschied zwischen der weltweiten Darstellung der Zeit vor 1945 und der Zeit danach feststellen.
Mit dieser Feststellung stellt sich die Frage, warum das so ist. Warum sind die, Deutschland betreffenden, überwiegend wohlwollenden Beurteilungen der tatsächlichen Fakten vor dem Kriegsende, in der Zeit nach 1945 nicht etwa nur infrage gestellt worden, sondern ins krasse Gegenteil verkehrt? Die Antwort ist einfach, wird aber nicht gern gehört.
Der AJA kommt zu folgender Einschätzung:
Deutschlands ewige Kriegsgegner hatten 1945 die deutsche Wehrmacht zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen. Sie hatten das Gesamtgebiet des Deutschen Reiches militärisch besetzt und konnten nun jede, ihren Interessen dienende Maßnahme gewaltsam durchsetzen.
Nach dem Ende des ersten Weltkrieges hatten sie versäumt, Maßnahmen zu ergreifen, um eine Auferstehung der Deutschen für alle Zeiten zu verhindern. Das Reich blieb damals weitgehend unbesetzt, konnte sich aus eigener Kraft erneuern und von den Lasten des Versailler Vertrages befreien.
Das Ziel, die politische und wirtschaftliche Kraft Deutschlands für alle Zeiten zu brechen hatte man 1919 verfehlt. Das auf völlige Unterwerfung Deutschlands gerichtete Kriegsziel konnte 1919 mit dem Versailler Vertrag nicht erreicht werden, aber die Alliierten haben ihre Versäumnisse erkannt und ihre Strategie und Taktik nicht nur verbessert, sondern perfektioniert. Lange vor Kriegsende wurden vornehmlich in den USA diverse Pläne zur endgültigen Ausschaltung des deutschen Ordnungsstaates erstellt.
Nicht alle Pläne kamen zur Ausführung. So wurde der von ideologischer Verblendung und Hass geprägte „Kaufman-Plan“ verworfen und durch den für die USA Gewinn bringenden Marschall-Plan ersetzt, aber an ihrem Ziel, das deutsche Volk als europäischen Machtfaktor ein für alle Mal auszuschalten, hatte sich nichts geändert.
Der bereits 1941 von dem Privatmann Theodore Newman Kaufman entworfene und im Selbstverlag veröffentlichte, 104 Seiten umfassende Plan mit dem Titel „Germany must perish!“ (Deutschland muss zugrunde gehen!“) war kein offizieller Regierungsplan der USA, wurde aber nach Bekanntwerden nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland heftig diskutiert.
Kaufman plädierte dafür, nach einem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland
– Alle Deutschen zu sterilisieren
– Das deutsche Staatsgebiet unter den Nachbarstaaten aufzuteilen. Deutschland sollte von der Landkarte getilgt werden.
– In den aufgeteilten Gebieten sollte es ein striktes Verbot der deutschen Sprache und Kultur geben.
Während der Kaufman-Plan von der US-Regierung offiziell kaum zur Kenntnis genommen wurde, jedenfalls im Kongress nicht öffentlich erörtert wurde, war der im August 1944 vom damaligen US-amerikanischen Finanzminister Henry Morgenthau entworfene Plan ein offizielles regierungsamtliches Dokument.
Das Hauptziel des Morgenthau-Planes war, Deutschland zu deindustrialisieren und in einen reinen Agrarstaat umzuwandeln.
Es waren vorgesehen:
– Das deutsche Staatsgebiet in zwei eigenständige Staaten aufzuteilen. (Nord und Süddeutschland)
– Die vollständige Demontage oder Zerstörung wirtschaftlich bedeutender Anlagen.
– Die Umwandlung Deutschlands in einen reinen Agrarstaat sollte erzwungen werden nur das wirtschaftlich starke Ruhrgebiet und das angrenzende Saarland sollten, soweit sie nicht Nachbarstaaten zugeschlagen würden, als internationale Zone kontrolliert werden.
Im September 1944 akzeptierten Roosevelt und Churchill den Morgenthau-Plan, aber kurz darauf wurde die Zustimmung, nach heftigen Protesten führender amerikanischer Minister, widerrufen.
Die tatsächliche Nachkriegspolitik war dann ganz anders, als es sich Kaufman und Morgenthau vorgestellt hatte. Die Kongress-Abgeordneten erkannten, dass die Deindustrialisierung im Sinne Morgenthaus den amerikanischen Steuerzahler langfristig Milliarden kosten würde, um die verarmte deutsche Bevölkerung am Leben zu erhalten, deshalb entschied man sich für den Marshall-Plan. Ein Plan, der reichliche finanzielle Vorteile für die USA bringen konnte.
An der grundsätzlichen Zielstellung hatte sich jedoch nichts geändert. Deutschland sollte als selbständiger Machtfaktor ein für alle Mal ausgeschaltet werden.
Um dieses Ziel endlich und mit nachhaltiger Wirkung zu erreichen, schien ein Programm zur totalen Umerziehung des deutschen Volkes die beste Aussicht auf Erfolg zu bieten.
Es gab für die Umerziehung (Re-Education) ein klares, schriftlich fixiertes Regelwerk aus Richtlinien, völkerrechtlichen Beschlüssen und konkreten Durchführungsverordnungen. Die Maßnahmen waren von den alliierten Regierungen bis ins Detail durchgeplant.
Die Begründung der Alliierten zur Notwendigkeit der Umerziehung ist höchst erstaunlich.
In den alliierten Denkschriften besonders im US-Außen- und Kriegsministerium wurde ab 1944 die Notwendigkeit zur Umerziehung wie folgt begründet: Ein bloßer Austausch der nationalsozialistischen Regierung würde nicht ausreichen, weil dies keine rein politische Diktatur sei. Der Nationalsozialismus wurde als Massenbewegung analysiert, weil weite Teile der deutschen Bevölkerung die nationalsozialistische Ideologie verinnerlicht hätten, so würde ein bloßer Austausch der deutschen Reichsregierung nicht ausreichen, die angestrebten Ziele zu erreichen.
Die Alliierten sprachen von einer kollektiven Fehlprägung:
Das deutsche Erziehungswesen, der Militarismus und die Staatsgläubigkeit wurden als Ursache für zwei Weltkriege identifiziert.
Die Reeducation wurde der Welt als Maßnahme zum Schutz des Weltfriedens verkauft.
Es wurde behauptet, nur durch eine moralische und geistige Transformation könne verhindert werden, dass Deutschland erneut zur Gefahr wird. Ein zu demokratischen Werten umerzogenes Deutschland könnte sich niemals wieder gegen die Interessen Englands, Frankreichs und nicht zuletzt der Vereinigten Staaten aktiv wenden können.
Hinsichtlich der Reeducation gab es für die praktischen Militärverwaltungen in den westdeutschen Besatzungszonen geheime, bindende Richtlinien, die zugleich Durchführungsverordnungen waren. Man muss sich fragen, warum die zur Durchführung bestimmten Richtlinien, wenn sie doch gut moralisch vertretbar geschildert werden, unbedingt geheim gehalten werden sollten.
Die Direktive JCS 1067 (Joint Chiefs of Staff) war der Strengste Befehlskatalog für die US-Zone. Sie besagte:
– Deutschland wird als besiegter Feindstaat behandelt, nicht als befreites Land.
– Verbot jeglicher eigenständigen politischen Betätigung der Deutschen.
– Schließung aller Schulen und Universitäten, bis Lehrkräfte und Lehrbücher komplett entnazifiziert sind.
Weil die strikte Durchführung der Direktive JCS 1067 als Beleidigung empfunden wurde und zu viel Widerstand erzeugte, zudem der der Kalte Krieg ausgebrochen war, änderten die USA die Begriffe Re-Education und Umerziehung offiziell in Re-Orientation und zu Deutsch in Neuorientierung.
An der Gewalttätigkeit der weiter unnachgiebig betriebenen Umerziehung änderte sich nichts. Wer sich den Entnazifizierungsbehörden nicht stellte oder von dort keinen Entnazifizierungsbescheid erhielt, bekam keine Lebensmittelkarte, die zum Überleben notwendig war.
Betrachtet man heute zu Anfang des 21. Jahrhunderts das Ergebnis der 1945 eingeleiteten Umerziehung, so kann sie, aus der Sicht der Initiatoren als vollkommen gelungen bezeichnet werden.
Die deutsche Bevölkerung ist kulturell entartet, degeneriert, auf das Niveau eines Kolonialvolkes herabgesunken. Einfacher ausgedrückt: Die Deutschen sind hoffnungslos amerikanisiert. Das einst kulturell hochstehende Volk der Dichter und Denker ist mit Begeisterung dabei, sich selbst zu einer amorphen Masse von Verbrauchern und Nutzern umzuformen. Sarrazins Parole: „Deutschland schafft sich ab“, trifft voll ins Schwarze.
Der deutschnationale Jude Prof. Hans-Joachim Schoeps beschrieb die politische Haltung der deutschen Bundesregierung 1972 in seiner Broschüre „Deutschland droht die Anarchie“: (v.Hase & Koehler Verlag, Mainz, 1972)
„Die heutige Regierung hat sich dem Standpunkt der ehemaligen Kriegsgegner weitgehend angenähert.“
Treffend beschreibt er den aktuellen geistigen und moralischen Zustand der deutschen Jugend:
„So nahm die junge Generation, die keine erlebnismäßigen Vergleichsmöglichkeiten hatte, alles Vorgefundene bereits als selbstverständlich hin, zeigte sich sogar angesichts des Überflusses an Konsumgütern bald blasiert und versnobt, ihre Genussfähigkeit vergröberte und primitivierte sich… . Der Protest ist ihre Grundhaltung, sie protestiert gegen alles, … gegen Autorität, das Establishment usw. Sie kann ihren Protest, oder ihr Unbehagen über das Bestehende überhaupt nicht artikulieren. Sie ist nicht mehr skeptisch, sondern erschreckend unkritisch… .
Die junge akademische Generation von heute ist primitiver, uninformierter, manipulierbarer als alle Studienjahrgänge seit 1945 und vor 1930.“
Auf Seite 32 seiner Broschüre schreibt Schoeps:
„Es fehlt den meisten Jungen Leuten jedes Bedürfnis nach historischer Orientierung, weil für sie die Welt mit ihnen selber anfängt. Für die vorgefundenen Realitäten fühlen sie keine Verantwortung… .
Die heutige junge Generation steht in einem geschichtlichen Vakuum. … Autorität wird diffamiert, indem man sie gleichsetzt mit Unterdrückung. Ja, es wird allen Ernstes die undifferenzierte Gleichheit aller proklamiert, die Gleichheit in den Befugnissen wie in Urteilskompetenz. Alle Menschen sind gleich, gleich tragfähig für die Gesellschaft von morgen. Die Schlagworte „Mitbestimmung “ und „totale Demokratisierung“ drücken diesen Sachverhalt aus, der im akademischen Bereich mit großem Erfolg durchexerziert wurde und zur Zerstörung ganzer Hochschulen und Universitäten geführt hat, die funktionsunfähig geworden sind. Beispielsweise kann an der „Freien Universität“ Berlin ein Student außer marxistischen Schlagworten nichts Ersprießliches mehr lernen.“
Auf Seite 25 lesen wir bei Schoeps:
„Tatsächlich wird die Welt des Menschen immer künstlicher, seelenloser, immer mehr der Automatik zwangsläufiger Regelungen unterworfen; dank der kybernetischen Denkmaschinen wird die Welt zur perfekten Technokratie, das Schreckbild einer automatisch gesteuerten und bürokratisch durch die Massenmedien auch geistig manipulierten Gesellschaft scheint uns immer näher und beängstigender auf den Leib zu rücken.“
Auf Seite 65 bringt es Prof. Schoeps auf den Punkt:
„Für vordringlich halte ich die Abschaffung einer Absurdität, die die Amerikaner als Besatzungsmacht nach 1945 in der naiven Absicht eingeführt haben, die Deutschen politisch umzuerziehen.“
Wer mir etwas dazu schreiben will, gerne unter: karl-heinz-hoffmann@gmx.com

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