Altersversorgung
SOZIALE VERSORGUNG
2/15/20262 min read


Unsere Bevölkerung ist überaltert, weil die Menschen immer älter werden und es weniger Geburten gibt. In einer Solidar-Gesellschaft erwartet man, dass die jüngeren Mitglieder die Älteren versorgen.
In früheren Zeiten wurde die Altersversorgung innerhalb der Familie gewährleistet, was sich mit der geänderten Gesellschaftsstruktur und der Einführung von Versicherungsgesellschaften verändert hat.
Die junge Generation überlässt die Alters- und Krankenversorgung den Versicherungen und zahlt dafür Beiträge.
Gibt es mehr Ältere als Jüngere, kann das zurzeit praktizierte System nicht mehr funktionieren. Unsere schlauen Systempolitiker schlussfolgern, man müsse dafür sorgen, dass mehr Kinder geboren werden, um wieder ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Jung und Alt zu erreichen. Die Proportionen werden dann als „ausgeglichen“ betrachtet, wenn die Gewinnmarsche der Versicherungsgesellschaften befriedigend ausfällt.
Die im Interesse der überschussorientierten Versicherungen aufgestellte These vom optimalen Verhältnis von Jung und Alt, klingt zunächst einleuchtend, hält aber einer genaueren Untersuchung nicht stand.
Zunächst kann festgestellt werden, dass mit dieser Kalkulation das Problem nur zeitlich hinausgeschoben, aber nicht beseitigt wäre, weil der Nachwuchs auch wieder älter wird und bei der länger werdenden Lebenserwartung keine Änderung zu erwarten ist. Aber das ist noch nicht alles.
Die entscheidungskompetenten Politiker sind bei ihren Überlegungen nur auf die Einteilung der Gesellschaft auf Jung und Alt fixiert. Bei der Betrachtung des Versorgungsproblems wäre es vernünftiger, die Bevölkerung gedanklich in die Gruppen der Versorger und der zu Versorgenden einzuteilen, Versorger und Versorgungsbedürftige, aus folgenden Gründen:
Der neugeborene Bevölkerungszuwachs muss bis zum Eintritt in das Erwachsenenalter, ebenso wie die Alten und Kranken, sowie alle nicht arbeitsfähigen Mitglieder der Solidargemeinschaft der Gruppe der zu Versorgenden zugeordnet werden.
Die Gruppe der Versorger stellen die gesunden arbeitsfähigen Volksgenossen dar, aber eben nur, wenn sie gesund, arbeitsfähig und arbeitswillig sind und genügend Arbeitsplätze angeboten werden. Nach Ablauf ihrer Arbeitsfähigkeit und Arbeitsmöglichkeit verstärken sie wieder die Gruppe der zu Versorgenden.
Selbst wenn man davon ausgeht, alle gesunden arbeitsfähigen Staatsbürger willig wären, ihre Pflichten gegenüber der Gesellschaft zu erfüllen, dann nützt das nichts, wenn nicht genug Gewinn bringende Arbeitsplätze bereitgestellt werden können.
Im Ergebnis dieser Betrachtungen muss man erkennen, dass die Lösung des Problems auf einem anderen Weg gesucht werden muss.
Die Kranken- und Altersversicherungen verzehren durch Bürokratie einen beachtlichen Teil der vom Bürger durch Arbeit erbrachten Geldmenge, die ihm im Krankheitsfall und später im Alter die notwendige Versorgung gewährleisten soll.
In einem ideal organisierten Staat gäbe es keine am Gesundheitswesen schmarotzenden Versicherungen, weil der mit der Bevölkerung identische Staat die Versorgung seines Staatsvolkes direkt übernehmen würde. Krankenhäuser, Ärzte und Pflegedienste würden direkt vom Staatshaushalt bezahlt.
Der versicherungsbedingte, kostspielige bürokratische Aufwand würde entfallen und die Versorgung der nicht produktiven Volksgenossen könnte besser gewährleistet werden.
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